Jüdisches München

Vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Titel Jüdisches München
Untertitel Vom Mittelalter bis zur Gegenwart
Autor Bauer Richard Brenner Michael 
Verlag C.H. Beck
Jahr 2006
Seiten 287
ISBN-10 3406549799
Kategorie Themen
Suchbegriff Juden 

Bereits im Mittelalter haben Juden in München gelebt. In der Judengasse stand die früheste Münchner Synagoge, die nach der Vertreibung der Juden im 15. Jahrhundert in eine Marienkapelle umgewandelt wurde. Erst im 18. Jahrhundert durften sich wieder Juden in München ansiedeln. Ihre rechtliche Stellung verbesserte sich allmählich. 1824 konnte erneut eine Synagoge errichtet werden, der 1887 die repräsentative Hauptsynagoge folgte. Nahmhafte Persönlichkeiten wie Lion Feuchtwanger oder Kurt Eisner haben die Stadt geprägt. Nach dem Ende der Weimarer Republik wurde jüdisches Leben gerade in München hart unterdrückt: Die Stadt erlebte schon im Frühjahr 1933 einen ersten Boykott jüdischer Geschäfte. Schon Monate vor der Reichsprogromnacht wurde in der «Hauptstadt der Bewegung» die Hauptsynagoge zerstört. Die Juden wurden entrechtet, enteignet, vertrieben und vernichtet. 1945 suchte ien Handvoll Münchner Juden eine neue religiöse Heimat, die Israelitische Kultusgemeinde wurde neu gegründet. Das jüdische Leben kann sich seitdem wieder entfalten - allerdings seit Jahren nicht ohne Polizeischutz. Das neue jüdische Gemeindezentrum im Herzen der Stadt setzt ein deutliches Zeichen für das «jüdische München».




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